Carlo kam als Welpe aus Griechenland nach Deutschland, vermittelt über eine Privatperson – ohne Plan B, ohne Absicherung. Er lebte in einer Familie, bis plötzlich kurz vor dem Jahreswechsel feststand: Carlo muss sofort weg. Der Vorwurf lautete, er habe die Kinder „gestellt“, einen Beißvorfall gab es nicht. Um uns ein eigenes Bild zu machen, baten wir um Videos, auch aus schwierigen Situationen. Was wir sahen, war kein gefährlicher Hund, sondern ein junger Rüde, der völlig überfordert war – gestresst, verunsichert, alleingelassen mit seinen Gefühlen. Die griechische Vermittlerin hatte bereits einen Rücktransport organisiert: Carlo sollte zurück nach Griechenland und dort „auf der Straße integriert“ werden.
Doch Carlo kennt das Straßenleben nicht, es hätte für ihn lebensbedrohlich werden können. Obwohl wir nicht der Verein waren, der ihn vermittelt hat, waren wir die Einzigen, die Verantwortung übernahmen. Am 30.12. zog Carlo bei uns auf dem Zorro-Hof ein. Sein Zustand hat uns tief getroffen: stumpfes, schuppiges Fell mit kahlen Stellen, ein Körper, der zeigt, wie es seiner Seele geht, und ein Blick, der traurig, leer und müde wirkt.
Carlo braucht nun dringend medizinische Versorgung, Ruhe, Sicherheit und Menschen, die ihm Zeit schenken. Wir geben ihm einen geschützten Ort und beginnen Schritt für Schritt, ihm zurückzugeben, was er verloren hat: Vertrauen, Würde, Hoffnung. Carlo ist kein „schwieriger Hund“. Er ist ein Hund, der Schlimmes erlebt hat und dennoch bereit ist, sich wieder an Menschen zu binden, wenn man ihm mit Geduld, Ruhe und Herz begegnet. Er sucht Menschen, die nicht wegsehen, die verstehen, dass Heilung Zeit braucht, und die ihm zeigen möchten, dass sein Leben jetzt erst richtig beginnt.
Sie würden so gern, können aber zur Zeit keinen Hund adoptieren? Werden Sie Pate oder Spender. Jeder Betrag, egal wie klein oder groß, hilft mit, Unterkunft und Versorgung auch zukünftig sicherzustellen. Herzlichen Dank!