Als uns im vergangenen Jahr der Hilferuf deutscher Urlauber erreichte, wussten wir sofort, dass wir helfen müssen. In den Bergen nahe des Olymp lebte eine verängstigte Hündin, die Jahr für Jahr Welpen zur Welt brachte – und sie Jahr für Jahr wieder verlor. Auch diesmal hatte sie erneut Nachwuchs, den sie unter widrigsten Bedingungen versorgen musste. Von ursprünglich sieben Hundekindern waren nur noch vier am Leben. Es war höchste Zeit zu handeln, um die kleine Familie in Sicherheit zu bringen und weiteres Leid zu verhindern. Beim ersten Versuch gelang es unserem griechischen Tierschutzkollegen leider nicht, die panische Mama einzufangen. Zu groß war ihre Angst, zu schlimm vermutlich die Erfahrungen ihrer Vergangenheit. Für die vier Welpen jedoch – darunter auch die hübsche Aphrodite – bedeutete dieser Einsatz die Rettung in letzter Minute.
Eigentlich sollte es von da an nur noch bergauf gehen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Alle vier Welpen erkrankten an Parvo, und wir bangten um ihr Leben. Mit unglaublicher Stärke kämpften sie sich zurück. Kaum überstanden, folgte der nächste Schock – Zwingerhusten. Aber auch dieses Hindernis meisterten sie glücklicherweise unbeschadet.
Nach vielen Wochen voller Sorgen sind wir nun mehr als erleichtert, dass Aphrodite, ihre Schwestern Dimitra und Lissy sowie ihr Bruder Apollo sich heute putzmunter, neugierig und voller Lebensfreude auf der Pflegestelle zeigen. Auch Mama Ismini konnte inzwischen gesichert werden, sodass die kleine Familie nun wieder vereint und wohlauf ist. Damit wird es nun aber auch höchste Zeit, dass wir uns auf die Suche nach eigenen Familien für die Rasselbande machen.
Aphrodite fällt sofort durch die feine weiße Linie auf, die sich über ihr Gesicht bis zur Stirn zieht. Während Kopf und Ohren schwarz gefärbt sind, ist ihr übriges Fell schneeweiß – zumindest dann, wenn sie nicht gerade mit Begeisterung durch Matschpfützen tobt. Charakterlich zeigt sich Aphrodite selbstbewusst und unter ihren Geschwistern übernimmt sie gerne die Führung. Gleichzeitig ist sie sehr menschenbezogen und hält sich gern in der Nähe ihres Pflegepapas auf, immer in der Hoffnung, eine Streicheleinheit zu erhaschen oder selbst Liebkosungen zu verteilen.
Was Aphrodite nun noch zu ihrem Glück fehlt, ist eine eigene Familie, in der sie ihre restliche Kindheit behütet verbringen und zu einer treuen Begleiterin heranwachsen darf. Sie ist eine junge Hündin, die noch viel lernen muss und Menschen an ihrer Seite braucht, die Freude daran haben, einen Welpen an die Pfote zu nehmen und ihr die Welt zu erklären.
Können Sie sich vorstellen, Aphrodite ihren wohlverdienten Platz im Kreis einer eigenen Familie zu schenken? Haben Sie den Platz, die notwendige Zeit und sind sich der Verantwortung bewusst, die die Erziehung eines jungen Hundes mit sich bringt? Dann melden Sie sich gerne bei uns und wir besprechen gemeinsam die nächsten Schritte.
Sie würden so gern, können aber zur Zeit keinen Hund adoptieren? Werden Sie Pate oder Spender. Jeder Betrag, egal wie klein oder groß, hilft mit, Unterkunft und Versorgung auch zukünftig sicherzustellen. Herzlichen Dank!